Leopold Leeb

Eisenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1893    † 1942

 

Herkunft, Beruf, SDAPÖ, FG

Leopold Leeb wurde am 30.7.1893 in Ochsenberg (Niederösterreich) geboren. Er war Eisenbahner in St. Pölten. 1919 trat er der SDAPÖ und der freien Gewerkschaft bei.

KPÖ, "Rote Hilfe"

1935 schloss sich Leopold Leeb der KPÖ an. Ab 1938 war er für die "Rote Hilfe" tätig. Mit den gesammelten Geldern wurde u. a. die Familie des im März 1941 verhafteten  Alfred Stein unterstützt.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 9. 10. 1941 wurde Leopold Leeb verhaftet und am 1. 9. 1942 gemeinsam mit Franz Weinhofer, Josef Schiffmann (beide hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 28.10.1942 erfolgte seine Hinrichtung im LG I in Wien.

Aus dem Schreiben der Reichsbahndirektion Wien vom 10. 12. 1941

„Sie wurden am 9. 10. 1941 wegen erwiesener staatsfeindlicher Betätigung festgenommen und werden nach Abschluss der Ermittlungen dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Volksgerichtshof wegen Verdachtes der Vorbereitung zum Hochverrat angezeigt werden. (…) Ich verfüge daher gegen Sie die Einleitung des förmlichen Dienststrafverfahrens. Dieses Verfahren wird gem. § 13 RDSTO bis zur Beendigung des gegen Sie anhängigen strafgerichtlichen Verfahrens ausgesetzt. (…) Sie werden gem. § 78 RDSTO mit 1. 1. 1942 des Dienstes enthoben. (…) Schließlich verfüge ich, gem. § 79 RDSTO ab 1. 1. 1942 die Eingehaltung von einem Drittel Ihrer jeweiligen Dienstbezüge (ohne Kinderzuschlag). Gem. § 3 Bes.Ordng. ruht auf die Dauer des förml. Dienststrafverfahren Ihr Anspruch auf die Dienstalterszulage.“

Gedenktafel

Sein Name steht auf einer Gedenktafel am Bahnhof St. Pölten.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Ursprünglich Gruppe 37-46-61, am 11. 3. 1966 exhumiert in die Gruppe 40.

Weblinks und Quellen


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